Als LPS‑Korallen (Large Polyp Stony Corals) werden in der Meeresaquaristik die Steinkorallen mit größeren Polypen bezeichnet. Im Gegensatz zu den SPS-Korallen (Small Polyp Stony Corals), welche kleine Polypen von nur 1-2 mm Größe besitzen.
Sie umfassen zahlreiche Gattungen an Steinkorallen, aus den verschiedensten Lebensräumen und mit unterschiedlichen Lebensbedürfnissen.
LPS Korallen haben fleischige Polypen, die meist nachts geöffnet sind, um Zooplankton zu erbeuten. Sie decken hiermit normalerweise einen größeren Anteil ihrer Nahrungsversorgung, als ihre kleinpolypigen Verwandten. Deshalb kommen die meisten LPS-Korallen – im Gegensatz zu den eher lichthungrigen SPS-Korallen – mit weniger Licht zurecht, manche Arten haben auch gar keine Zooxanthellen (azooxanthellat) – sie ernähren sich ausschließlich von Plankton oder Detritus. LPS-Korallen können also nachts auch gerne zugefüttert werden.
Oft heisst es, LPS-Korallen seien pflegeleichter als SPS-Korallen, doch diese Pauschalisierung ist falsch. Es gibt viele robuste LPS-Korallen, die höhere Nährstoffkonzentrationen und schwankende Wasserparameter vertragen, aber es gibt auch ausgesprochen empfindliche Arten.
Hier geht es zu den großpolypigen Steinkorallenarten aus den Gattungen
Pavona, Euphyllia, Fimbriaphyllia, Galaxea, Alveopora, Goniopora, Favites, Goniastrea, Platygyra, Duncanopsammia, Turbinaria, Acanthastrea, Micromussa, Blastomussa, Cyphastrea, Leptastrea, Caulastraea, Echinophyllia, Hydnophora, Lobophyllia, Mycedium, Pachyseris, Physogyra, Echinopora, Oulophyllia und Merulina.



















