Garnelen

Garnelen,  vielseitige Wirbellose

Garnelen gehören zu den attraktivsten und spannendsten Wirbellosen im Meerwasseraquarium und sollten in keinem Riffbecken fehlen.

Viele Arten sind genügsame Allesfresser, die sich von Futterresten und Detritus ernähren.

Aufgrund ihres Exoskeletts reagieren Garnelen besonders empfindlich auf Schwankungen der Dichte bzw. Salinität. Sie müssen daher langsam und schonend an eine andere Salinität und Temperatur gewöhnt werden.

Beliebte Garnelenarten für das Riffaquarium

  • Sehr beliebt und gut für die Pflege im Riffaquarium geeignet sind Lysmata-Arten wie amboinensis oder L. debelius. Die Arten aus dem Lysmata wurdemanni Komplex (L. wurdemanni, L. rathbunae, L. kuekenthali) werden häufig zur Bekämpfung von Glasrosen eingesetzt.
  • Sehr empfehlenswert sind auch die kleineren Stenopus-Arten, wie z.B. zanzibaricus, Z. tenuirostris, oder S. cyanoscelis. Die Gebänderte Scherengarnele, Stenopus hispidus, ist ein effektiver Borstenwurmfresser, zeigt aber ein eher räuberisches Verhalten und sollte nicht mit kleineren Garnelen oder Fischenvergesellschaftet werden. Alle Stenopus-Arten sollten paarweise gepflegt werden.
  • Die kleine Hohlkreuzgarnele Thor amboinensis eignet sich hervorragend für Nanobecken, wo man ihr interessantes Sozialverhalten besonders gut beobachten kann.

Verhalten und Lebensweise

Garnelen zeigen je nach Art sehr unterschiedliche Verhaltensmuster:

  • Einige Arten leben eher versteckt und kommen vor allem nachts oder zur Fütterung aus dem Riffaufbau.
  • Andere sind tagaktiv und gut sichtbar im Aquarium unterwegs.
  • Bestimmte Garnelen, vor allem aus der Gattung Lysmata, übernehmen sogar Putzdienste und befreien größere Fische von Parasiten und abgestorbenen Hautschuppen. Die weißen Antennen dienen dabei als Erkennungssignal für putzsuchende Fische.

Diese Vielfalt macht Garnelen zu faszinierenden Aquarienbewohnern und wertvollen Helfern im Riffaquarium.

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